Ist es heute noch vertretbar, dass 15% der Weltbevölkerung über 85% der irdischen Ressourcen verfügen, während zwei Drittel der Weltbevölkerung in Armut leben? Hat nicht jeder Mensch Recht auf Nahrung, Bildung, medizinische Grundversorgung und Freiheit?
Ist es denkbar, globale Herausforderungen wie Klimawandel, Krieg und Frieden, Emigration und Immigration ohne den Süden der Welt anzugehen? Liegt es nicht auch in unserem ureigensten Interesse, stabile globale Verhältnisse herzustellen?
Armut im Süden der Welt hängt großteils mit dem Reichtum des Nordens zusammen. Durch die Globalisierung ist die Wirtschaft immer weltumspannender geworden, aber der Großteil der Weltbevölkerung hat keineswegs davon profitiert. Hochverschuldete Entwicklungsländer sind oft nicht mehr in der Lage, die Grundbedürfnisse ihrer Bevölkerung zu befriedigen. Den Menschen im Süden fehlt es an Mitteln, selbstständig ihre Lebenslage zu verbessern um ein würdiges, unabhängiges und freies Leben leben zu können. Immer mehr Menschen emigrieren, da sie in ihrem Herkunftsland keine Perspektiven mehr sehen.
Operation Daywork stellt sich der globalen Verantwortung und leistet konkret einen Beitrag für eine gerechtere Welt, in welcher sozialen und ökologischen Aspekten der Vorrang gegenüber kurzfristigem Profitdenken gegeben wird.
Entwicklungszusammenarbeit ist in diesem Sinne eines der Mittel für die Unterstützung von Organisationen in Entwicklungsländern, welche an einer nachhaltigen Verbesserung der sozialen, wirtschaftlichen und politischen Lage ihres Landes bemüht sind. Entwicklungszusammenarbeit soll ein Austausch zwischen Süden und Norden sein, welcher für beide Seiten bereichernd ist.
Entwicklungszusammenarbeit ist für uns nicht nur eine Spendenaktion, sondern wir sind der Meinung, dass politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungen nötig sind. Deshalb ist es uns wichtig, globale Zusammenhänge der Politik und Wirtschaft zu verstehen, um einerseits die verschiedenen Organisationen im Süden der Welt zu unterstützen, aber gleichzeitig auch hier bei uns meinungsbildend zu agieren (z.B. Konsumkultur). Mit Enthusiasmus, Diskussion und Eigeninitiative stellen wir uns dieser Herausforderung.
Ausschuss Operation Daywork |