Operation Daywork è in lutto per la morte di Berta Càceres, uccisa nella notte di mercoledì 2 marzo 2016 da un commando che è entrato nella casa dove si era rifugiata.

Berta Càceres, leader del Consiglio delle organizzazioni popolari e indigene dell’Honduras (Copinh), per oltre vent’anni in prima linea per difendere il popolo Lenca e l’ambiente, contro un modello economico che viola i diritti umani. Ad aprile 2015 è stata insignita del Premio Goldman per l’Ambiente. Da tempo Berta era minacciata di morte a causa della lotta contro un’impresa che vuole costruire una diga sul territorio indigeno del Rio Blanco.

Operation Daywork ha avuto la fortuna di collaborare con Berta Càceres, nell’ambito del progetto sostenuto nell’anno 2008/09: più di 450 studenti hanno partecipato alla giornata d’azione per sostenere il Copinh.

Perchè non ci siano più vittime contro chi lotta per i diritti umani, ricordiamo l’impegno di Berta Càceres, per l’umanità intera: https://www.youtube.com/watch?v=bq0LV-V-khU&feature=share

 

Di seguito i contributi di alcune persone che hanno conosciuto e condiviso del tempo con Berta Càceres, oltre ad alcune foto della sua visita nell’ambito della visita ospiti di Operation Daywork in Alto Adige nel 2009 e del suo lavoro in Honduras.

 

Ich bin traurig und fassungslos, dass Berta, diese charismatische und mutige Frau, mit ihrem Leben bezahlen musste, weil sie sich unter anderem für die Freiheit und gerechte Behandlung ihres Volkes einsetzte. Ich durfte sie kennenlernen und auch ihre Vision von einem besseren Honduras, in dem Platz genug für alle sein könnte! Wie vielen nach Gerechtigkeit Strebenden geht es ähnlich?? Ich hoffe, dass wenigstens diese brutale Tat Gerechtigkeit erfährt und uns wachrüttelt, uns aufblicken lässt… Die Welt ist eine und wir sind alle Teil davon!

Die Freiwilligengruppe von Operation Daywork (Nelli, Renate, Giulia und Giorgio), die vor sechs Jahren das damalige Projekt “Ausbildung indigener Jugendlicher der Lenca Bevölkerung” begleitete, reiste mit mir nach Honduras. Wir lernten das Land, die Menschen und ihre Vision von “Ent-Wicklungs Zusammen Arbeit” kennen, besuchten zusammen mit Berta die indigenen Dörfer in den Bergen, diskutierten mit Jung und Alt über Möglichkeiten, ihre Vision von einer “besseren Welt” unter die Menschen in Honduras und auch hier bei uns zu bringen. Berta und Adele (ein Mädchen, das an der Weiterbildung für indigene Jugendliche im Ausbildungszentrum von COPINH teilnahm) besuchten uns vier Monate später hier in Südtirol. Wir waren zwei Wochen lang  unterwegs, um über die – manchmal wirklich menschenunwürdige – Situation in Honduras und das von OD unterstützte Projekt zu berichten. Unser Tagesplan war zum Brechen voll: Workshops in Oberschulen und Jugendzentren, Termine beim Bürgermeister von Bozen und anderen öffentlichen Ämtern, Interviews fürs Radio und TV u.v.m.
Dabei konnten wir Berta und Adele noch besser kennenlernen. Was mich von Anfang an fasziniert hat war ihre natürliche Art, ihre überzeugende Wirkung und ihren Stolz auf ihre Heimat und am meisten wie sie unsere, alles andere verdrängende, Konsumwelt ein bisschen belächelt haben.
Fazit: wir konnten und können immer noch so viel von ihnen lernen… was wirklich wichtig ist im Leben, dass wir uns betäuben lassen von Medien, Werbung usw., die Essenz des Lebens an uns vorbei ziehen lassen und uns dabei selbst zerstören!
Deshalb: Berta vive, la lucha sigue, sigue!

Elisabeth Locher

 

 

Mit dem politischen Mord an Berta verliert nicht nur Honduras eine außergewöhnliche Persönlichkeit. Berta ist Teil der Geschichte des lateinamerikanischen Widerstandes, ermordet aufgrund ihrer Ideale und ihres Engagements. Ihr Lebenswerk wird für immer erhalten bleiben. Nicht zuletzt aufgrund der weltweiten Empörung und der nicht endenden Solidaritätsbekundungen, die ihr Ableben hervorgerufen hat.

Berta kämpfte für die Verteidigung der indigenen Territorien gegenüber Staudammprojekten, Bergbau und anderen kapitalistischen Vorhaben multinationaler Konzerne. Sie kämpfte gegen die Putschregierung und gegen die Militarisierung in Honduras. Berta war in erster Linie auch aktiv gegen das Patriarchat, gegen die kolonialisierende Mentalität auch von uns Europäer, und setzte sich für die Rechte der Frauen und für eine neue Art von Humanismus als Basis der Veränderung der Gesellschaft ein.

Sie war stets kohärent mit ihren Idealen und Prinzipien, und sie war sich für nichts zu schade. Überall wo sie mitmischte, hinterlies sie Spuren. Ihr Einsatz mit letzter Konsequenz war getragen vom Glauben an den Kampf der Völker und die Kraft der Veränderung.

Eine einfache, natürliche Person mit einem großen Herz und einer starken Sensibilität für die Ungerechtigkeiten unserer Gesellschaft, unseres Wirtschafts- und Wertesystems.

Durch ihre klare und einfache Art und ihren unbändigem Willen sind wir alle, die sie kennen lernen durften, persönlich gewachsen. Sie war eine große Lehrerin, eine bescheidene Lehrerin, die uns viel gegeben hat und weiterhin geben wird.

Berta vive, la lucha sigue!

 Thomas Viehweider

La visita di Berta Càceres in Alto Adige con il team di Operation Daywork:

 

Le attività di Berta Càceres in Honduras:

 

Die Nachricht von Berta Cáceres Tod im März diesen Jahres schlug ein wie eine Bombe. Trauer, Fassungslosigkeit und Wut stiegen in mir auf, als ich in den Medien von ihrer grausamen Ermordung las. Berta Cáceres, diese intelligente und starke Frau, die sich unermüdlich für Menschenrechte und Umweltschutz einsetzte, für Gerechtigkeit und Freiheit und gegen Ausbeutung und Unterdrückung der indigenen Lenca-Bevölkerung kämpfte, musste mit ihrem Leben bezahlen.
Alle Erinnerungen an Berta und an die gemeinsam verbrachte Zeit in Honduras kamen hoch. Die Projektreise nach Honduras und die Begegnungen mit den Menschen, die sich auch heute noch tagtäglich für ihr Volk einsetzen und auch bei enormen Gegenschlägen nicht aufgeben und an ein besseres, gerechteres Honduras und einer Welt, in der Korruption und politisches Machtgehabe keinen Platz haben, glauben und dafür kämpfen, hat sich tief in mir eingeprägt. Es war eines der lehrreichsten Jahre, für das ich sehr dankbar bin. Wir hatten das Glück, auf dieser Reise Berta kennen zu lernen. Sie führte uns in die Welt der Lenca ein, klärte uns u.a. über die Arbeit von COPINH (Consejo Civico de Organizaciones Populares e Indigenas de Honduras) auf, und stellte uns leider auch ein Honduras vor, in dem politisches und wirtschaftliches Handeln, vielfach Menschenrechte verletzt und in dem humane, gleichwertige und gerechte Behandlung von Minderheiten nicht existiert.
Berta hat mit ihrer warmherzigen und selbstverständlichen Art einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Ihr Mut, ihr kraftvoller, unermüdlicher Einsatz für Gerechtigkeit und ihr Glaube an eine bessere Welt hat sich in die Herzen vieler Menschen eingeprägt. Aus diesem Grund lebt Berta weiter.

Berta vive, justicia, paz e amor sigen!

Cornelia Gamper